Kennt ihr das auch? Den Winterblues?
Die Stimmung ist nicht mehr die leichte, gefällige des Sommers. Das Lachen fällt schwerer, es braucht einen richtigen Grund dafür. Geselligkeit ist weiterhin erwünscht, jedoch auf der Basis von mehr Tiefgang.

Depression? Weit gefehlt! Mit Depression hat das nichts zu tun. Wie unsere Natur um uns herum braucht auch unsere menschliche Natur den Rückzug in sich selbst, das Einziehen der Kräfte nach innen. ‚Geh aus mein Herz und suche Freud…‘ das ist der Hit des Sommers, im Winter braucht es den Blues.

Bei bestem Wetter – was haben wir doch immer für ein Glück! – musste die Nixe gestern ihren schönen Hochsitz wieder verlassen. Ob sie wohl ein wenig traurig ist darüber? Denn rein energetisch, glaube ich, war das eine fabelhafte Umgebung, durfte sie sich doch der Nähe eines alten Schamanen gewiss sein. In unserer westlichen Welt erkennt man Schamanen nicht an ihrer Kleidung, man erkennt sie mit dem Herzen. Darum verzichten echte Schamanen auch auf den Klimbim.

Tiere waren gestern mit von der Partie, hoch empathische Wesen, in der Regel von sanfter Natur. Wunderbare Begleiter beim Winterblues übrigens.
Zoe fühlte sich in ihrer Nähe besonders wohl. Das geht mit jeder Melodie im Herzen.

Und da sind sie alle: Die Nixe steht jetzt bei Claudia im Garten, an einem Teich voll mit Seerosen und in der Tiefe verborgenen Fischen und die Gruppe der Nixenbegleiter, die diesmal überraschend groß war und einen schönen, gemeinsamen Sonntagsspaziergang hinter sich hatte. Claudia hatte Wärmendes für uns bereitgestellt und wir hatten noch eine ganze Weile Zeit, uns zu unterhalten. Es war eine ruhige, friedvolle Atmosphäre. Und es war die letzte der Rauhnächte, eine Zeit, in der die Pforten zur Anderswelt offen sind, sagt man.

Bei mir stand die Pforte zur Innenwelt auf. Dann wird es schwierig, die Aufmerksamkeit gleichviel nach außen zu wenden, denn Innen und Außen ist nicht immer gleich.

Ich werde nun versinken
In meine tiefe Flut
Das Meer des Unbewussten
Das so viel Weisheit trug

Ich werde mich ergeben
Der Tiefen Raum um Raum
Auf dass in mir bewegen
Sich aller Götter Traum

(ria.walenco)