Reisetag! Das Festmachertau der Lüheley wird abgetüdelt vom Zwetschenbaum, das Nixenschild wird aus dem Deich gezogen, eine kleine Schar Nixenbegleiter ist pünktlich zur Stelle und los geht die Fahrt: Auf zu neuen Ufern.

Das verlassen, was doch grad noch Heimat war, Ruhepunkt und auch Erlebnisfeld. Sich verabschieden und weitergehen, nicht zurückblicken, die Eindrücke einfach mitnehmen in der Erinnerung, bei sich behalten als gewonnenen Schatz.

Auch wenn man noch nicht weiß, wo man landen wird – Vertrauen haben, die Bewegung genießen, das Fortschreiten.
Dem Universum eine Chance geben, uns zu überraschen.

Nicht kontrollieren und bewachen, sich ‚Guten Mächten‘ überlassen.

 

Es hebt das Dach sich von dem Haus
Und die Kulissen rühren
Und strecken sich zum Himmel aus
Strom, Wälder musizieren!

 

Und keiner kennt den letzten Akt
Von allen, die da spielen
Nur der da droben schlägt den Takt
Weiß, wo das hin will zielen

Begrüßungen, Begegnungen, eine Wanderung, Geschichten, die unterwegs erzählt werden, Freude und Lachen, eine gehobene Stimmung, eine freudige Erwartung. Und dann: ein Empfangenwerden mit Musik, gemeinsames Singen, Menschen wiedersehen, Gedichten lauschen, mehr Musik, Gastfreundschaft erleben, sich laben und wohlfühlen, an einem schönen Ort verweilen – das alles, kurz gesagt, enthielt die heutige Reise der Nixe.