Hallo du wagemutige Nixe!
Ganz gespannt verfolge ich deine Reise aus der Ferne. Brav sitzt du stets da, wo wir dich zu sehen glauben. Nur vor den Augen der Nacht stürzt du dich wohl ins kühle Nass und verbringst die Zeit in der Unterwasserwelt. Ich stelle mir das so vor wie auf dem Ausschnitt des Bildes des schottischen Malers Charles Rennie Macintosh „Vollmond im September“ aus dem Jahre 1892.
Ich bewundere deinen Mut, allein loszuziehen und die Menschen zu verzaubern! Menschen, die nun in deinem Aktionsradius ebenfalls den Mut wiederfinden, aus gewohntem Trotte auszubrechen und die verrücktesten Ideen zu entwickeln. Erst wenn einer anfängt und so ganz charmant wie du es tust, aus der Reihe hüpft, leicht und unbeschwert, vertreibt dies manch‘ graue Wolke des Alltags und setzt eine Suche in Gang, der wir womöglich zuletzt als Kinder nachgingen. Einer Suche in einer Zeit, in der wir gelöst und frei unseren innersten Fragen nachgehen konnten – gedankenversunken und ohne mahnendes Gefühl für Zeit und Raum, ganz im Flow des Augenblicks. Du hinterlässt eine Spur von Farben, Lust, Musik und Freude und ich bin sehr gespannt, welche Fäden sich auf deinem Wege weiterspinnen.

Stell‘ dir vor: neulich traf ich Kinder, die sich wie du mit Farben und Formen forschend im Land der Fantasie bewegen. Sie haben von dir gehört und sie werden dich eines Tages besuchen kommen! Bestimmt wird das für alle ein wunderbarer Augenblick.
Bis dahin hab‘ weiter eine gute Zeit und geniesse die Tage voll lichter Begegnungen und die Nächte im dunklen und geheimnisvollen Blau des kühlen Flusswassers.