Ob sie da stehen bleibt, wird sich noch zeigen. Wir haben sie jetzt erst mal da „festgemacht“ – wie ein Schiff, dass einen neuen Liegeplatz erhält. Es ist doch wieder schön, sie in guter Umgebung zu wissen.

Diesmal waren wir zu früh. Man befand sich noch in Vorbereitung. Die Musik war noch am Aufbauen.
5 km bewältigen normale Fußgänger in einer Stunde. Aber mit ’ner Nixe im Schlepptau auch? Vielleicht etwas mehr Zeit einplanen?

Doch wenn man dann die Straße nimmt, glatt, relativ eben, kein Gehubbel, geht’s schneller als man dachte. Die Autofahrer sind zwar nicht an Nixentransporte gewöhnt und zeigen sich schon mal unwillig ob des sonntäglichen Hindernisses, aber eingefleischte Nixenbegleiter wissen sowas lächelnd zu ignorieren.

Erhabenen Hauptes schreiten sie voran, sich stets der Würde ihrer Aufgabe bewusst, ihr Kreuz tragend, den Berg hinan.
Das geht allerdings einfacher, wenn man schon weiß, dass am Ende der Reise eine warme Kartoffelsuppe auf einen wartet.

Und wirklich, wie schön, dann mit Musik begrüßt zu werden. Der Posaunenchor Obere Lühe, zusätzlich mit langen Unterhosen und Wollwäsche bekleidet, mit Schaffellen auf der Bestuhlung, trotzte der windigen Kälte dieses Sonntagmorgens und verstand es, mit immer eisiger und steifer werdenden Fingern dem kalten Metall seine warmen Töne abzuringen.

Links wie rechts lauschte beglückt die anwesende Zuhörerschar.

Drei Nachbarinnen, drei Gastgeberinnen. Sie haben viel vorbereitet für diesen Besuch. Es ist immer eine Ehre, herzlich empfangen zu werden.

Und ja, im Anschluss eine heiße Suppe, vom Gastgeber verteilt, ist wundervoll an so einem kalten und windigen Reisetag.

Wir Nixenbegleiter sagen einfach mal – Dankeschön!

(Ria Wahlen-Cordes)